ANALOG laboratorium

ein theatrales Experiment mit Kunst und Wissenschaft

Juni 2022
im Lustenauer Ried
Vetterhof

 

Digital ist besser, sangen einst Tocotronic. Nicht nur die Pandemie, die unsere Leben in den letzten beiden Jahren bestimmt hat, zeigt uns das Gegenteil.

ANALOG ist Sehnsucht, ist jene Realität, die wir leben wollen. Wir wollen in der Erde graben, wir wollen Pflanzen riechen, wir wollen Kunst machen und die Welt erleben und begreifen.

ANALOG laboratorium fragt, was in einer digitalen Zeit die Begriffe Natur und Kultur verbindet, und was sie überhaupt bedeuten.

ANALOG laboratorium untersucht in künstlerischen Auseinandersetzungen und wissenschaftlichen Diskursen die Flora und Fauna im Lustenauer Ried rund um den Vetterhof.

Wir bauen auf ANALOGes Erleben, auf reale Begegnungen, auf künstlerische Auseinandersetzung und kulinarische Erlebnisse.

Elf Künstler:innen aus den Bereichen Literatur, Gesang, Musik, Schauspiel und Tanz widmen sich jenen Themen, die uns die Natur rund um den Vetterhof vorgibt.

An besonderen Orten und unterschiedlichen Stationen setzen sie sich in zwei sich abwechselnden Programmen (HUNGER & DRECK) mit Themen auseinander, die unter den Nägeln brennen und die uns schon längst interessieren oder interessieren sollten.

Nach den künstlerischen Darbietungen werden Expert:innen aus verschiedenen Feldern ihre Sichtweise der Themen beleuchten, besprechen, vielleicht hin und wieder auf Widerstand stoßen.

Bereits die Anreise bedeutet für das Publikum Auseinandersetzung mit dem Rundherum. Denn Parkplätze gibt es am Vetterhof keine – es wird bewusst mit Rad, Bus oder zu Fuß angereist.

Wir freuen uns auf künstlerische und kreative Höhepunkte an besonderen Orten und Themen. Auf Diskussionen, Gespräche und Begegnungen in einer echten analogen Welt inmitten des geschäftigen Vetterhof, auf feine Tropfen und herbe Getränke mit kleinen und größeren Köstlichkeiten.

 

Hunger & Dreck

Zwei Programme!

Programm 1

HUNGER
Ene mene meck, und du bist weg!


PROLOG |15 min
Das Land, wo Milch und Honig fließen
Honig — Kultur- und Umweltpolitik — Hummeln und Bienen — KORN

SHOW IM HOF |30 min
Es geht um die Wurst
Die Verwandlung — Samsa Gregor — Forsythien — das Tier in uns — die Willensfreiheit

SHOW IM GRÜNEN |45 min
In die Wüste schicken
Die Forsythie brennt — der Wind weht — Versteckspielen im Wald — Freundschaft

PAUSE |15 min
Wasser predigen
Wein trinken

PODIUM |45 min
Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach
Mut zur Unordnung

ENDE
Die Leviten lesen

Dass die „dicke“ Hummel nicht auf Diät gesetzt werden sollte, leuchtet vielleicht nicht allen ein. Dass die leuchtende Forsythie und der wunderbar blühende Rhododendron aber ein zentrales Problem für schwirrende Insekten sind, daran hätte wohl auch niemand gedacht. Apropos Diät: einleuchtend, dass eine Fettwiese für die Landwirtin und den Landwirten zwar gut ist, für die Artenvielfalt aber nicht so sehr. Die Goldrute schon gar nicht, obwohl die so schön blüht. Wenn wir schon bei Blüten sind: was die Honigbiene mit chinesischen Arbeitern zu tun hat, ist nämlich sowieso höchst interessant. Romantisch ist dabei übrigens nur die Vorstellung, dass die Honigbienenzucht den Naturschutz fördert. Was die heimische Weide und das Rhesi Hochwasserschutzprojekt überhaupt mit HUNGER, der Honigbiene und der Forsythie zu tun haben, ja das erfahren Sie vielleicht alles, vielleicht auch noch anderes.

Christian KühneText
Juan DiazMusik
Barbara Maria AngermaierGesang
Ina JaichSchauspiel
Thomas GerberSchauspiel
Anne Mégier Tanz
Dominik Feistmantl Tanz

Do 16. Juni (Familientag)

ab 13:30 Einlass, Kassa, Bewirtung
15:00 — 16:30 Show
16:45 — 17:30 Podiumsgespräch

Sa 18. Juni

ab 17:30 Einlass, Kassa, Bewirtung
18:30 — 20:00
Show
20:15 — 21:00
Podiumsgespräch

Di 21. Juni

ab 17:30 Einlass, Kassa, Bewirtung
18:30 — 20:00 Show
20:15 — 21:00 Podiumsgespräch

Programm 2

DRECK
Ist das Kunst oder kann das weg?


PROLOG |15 min
Die Masken fallen
Fernsehen

SHOW IM HOF |30 min
Die Kacke ist am Dampfen
Rheintal, Feuchtgebiete, Heuschrecke, Dungfliegen, Larvenstadien, Häutung, Wanderheuschrecke, Kuhfladen, Wasserkäfer, Kuhfladenkäfer

SHOW IM GRÜNEN |45 min
Wir haben einen Vogel
Blattläuse, Ameisen, Kapillarkräfte, Honigtau, Storch, Rebhuhn, Brachvogel, Großinsekten, Heuschrecke

PAUSE |15 min
Wein predigen
Wasser trinken

PODIUM |45 min
Dreck am Stecken
Das Rheintal leben

ENDE
Die Fliege machen

ANALOG laboratorium nimmt das mal genauer unter die Lupe. Ist das Kunst oder kann das eigentlich weg? Und was hat überhaupt das Rheindelta damit zu tun? Und wo kommt da das Sumpfgebiet dazu und warum entwickelt sich die Heuschrecke zur Wanderheuschrecke? Sind das ähnliche Fluchtbewegungen wie die von den Störchen, die auf den Masten herumsitzen und eindeutig Zooflüchtlinge sind? Und was hat mit dem Ganzen der Kuhfladen zu tun und die dort nistende Larve? Und wie kommt der Brachvogel ins Spiel? Das Rebhuhn auch noch? Und die Ausscheidung der Blattlaus? Werden diese Fragen auch irgendwie beantwortet? Und klären sich Zusammenhänge? Und was machen die Künstler:innen eigentlich? Tanzen die da oder was?

Machen Sie sich am besten selbst ein Bild davon und erfahren Sie mehr zum Thema DRECK.

Claudia Tondl Text
Barbara Maria NeuMusik
Lisa Perner Gesang
Sascha Jähnert Schauspiel
Natalie FendTanz

Fr 17. Juni

ab 17:30 Einlass, Kassa, Bewirtung
18:30 — 20:00 Show
20:15 — 21:00 Podiumsgespräch

So 19. Juni (Familientag)

ab 13:30 Einlass, Kassa, Bewirtung
15:00 — 16:30 Show
16:45 — 17:30 Podiumsgespräch

Mi 22. Juni

ab 17:30 Einlass, Kassa, Bewirtung
18:30 — 20:00 Show
20:15 — 21:00 Podiumsgespräch

Der Vetterhof

Bio-Landwirtschaft im Lustenauer Ried
www.vetterhof.at

Seit über 300 Jahren bewirtschaftet die Familie von Simon Vetter Lustenauer Boden. In den 80er Jahren haben sich seine Eltern für eine alternative Form der Bewirtschaftung entschieden und nahmen so eine Vorreiterrolle im Biolandbau in Westösterreich ein. Mitte der 90er Jahre wurde gemeinsam mit dem renommierten Architekten Roland Gnaiger der neue Hof mitten im Vorarlberger Rheintal im Ried zwischen Dornbirn und Lustenau geplant und gebaut.

Auf Vetter‘s Feldern wachsen je nach Saison die unterschiedlichsten Kulturpflanzen und fast alles Gemüse, das in Mitteleuropa wächst. Kompost und eine vielseitige Fruchtfolge mit Zwischenfrüchten und Gründüngungspflanzen halten die Felder fruchtbar.

Über’s Jahr verteilt finden Veranstaltungen geselliger, künstlerischer, musikalischer, wissenschaftlicher und kulinarischer Art auf dem Hof statt.

Anfahrt

ADRESSE: Vetterhof, Alberried 14, 6890 Lustenau

AUTO: Beim Vetterhof gibt es keine Parkmöglichkeiten für PKWs, die nächstgelegenen Parkplätze stehen beim Millenium Park Lustenau zur Verfügung (Gehweg zum Vetterhof ca. 30 Minuten). Wir bieten gratis Leihräder an, die beim Millenium Park abgestellt sind. Diese sind für die Fahrt vom Parkplatz zum Vetterhof und zurück gedacht. Bei Bedarf bitte an office@theatermutante.com schreiben, wir stellen den Code zur Verfügung.

ÖFFENTLICHE VERKEHRSMITTEL: Haltestelle Lustenau Feldrast, Landbus 50 und 52

VMOBIL: Im Ticketpreis sind Gratis-Fahrkarten für alle Bus- und Bahnverbindungen aus ganz Vorarlberg zum Vetterhof hin und zurück enthalten.

Fahrrad: www.bikemap.net

Rikscha-Shuttle: Informationen folgen in Kürze

Anruf-Bus: www.anrufbus.at

Geschichten

Ein Biologe und ein Theatermacher unterhalten sich. Kleine Vorgeschichten zu den Programmen HUNGER und DRECK.

 

Künstler:innen

BARBARA MARIA ANGERMAIER

JUAN CARLOS DIAZ-BUENO

NATALIE FEND

THOMAS GERBER

SASCHA JÄHNERT

INA JAICH

CHRISTIAN KÜHNE

ANNE MÉGIER

BARBARA MARIA NEU

LISA PERNER

CLAUDIA TONDL

 

Team

Leitung, Organisation, Kuration

ANDREAS JÄHNERT

KATHARINA LEISSING

THERESA BUBIK

TIMO KOPF

ELISABETH KOPF

HILDEGARD BREINER

KATHARINA KOUTNIK

SIMON METZLER

DANIEL BÜCHEL

MARTIN BECK

FLORIAN HOFMANN

CHLOE BOLTON

 

Zusammenarbeit

Wir bedanken uns herzlich bei allen Partner:innen, Förder:innen und Sponsor:innen! Gemeinsam mit eurer Unterstützung machen wir den Besucher:innen dieses einzigartige ANALOGe Erlebnis möglich.