Aquarium

Eine One- Man- Show

08.– 14. September 2022
Festhalle Lochau (Alte Turnhalle)

„Ich bin ein Vogel auf der Suche nach einem Käfig.“

Aquarium

Menschen haben viele Kontakte, jeden Tag.

Doch nicht jeder fühlt sich real an, die Nähe verlagert sich ins Internet.

                                                                              Ein Leben im „Homeoffice“ als modernes Erleben von Arbeit, Social Media als Miteinander einer digitalen Generation. Geräte ersetzen Anwesenheit.
Wie entsteht also noch Nähe?

 

©Rudolf Sagmeister

Ensemble

Andreas Jähnert

Bernadette Heidegger

Bernadette Heidegger

Lisa Magdalena Perner

Romy Rexheuser

Ivar van Urk

Christoph Skofic und

Marvin Beck

Sascha Jähnert

Hanno Dreher

Jana Furrer

Martin Beck

Nik Waldmeier

 
 

Die Handlung


Im Zentrum steht Gallo, geboren in der DDR, irgendwann in Vorarlberg gelandet. Nie ganz angekommen im Westen, versucht er sich aber selbst vorzumachen, er sei völlig integriert. Er stürzt sich in seinen Job, ansonsten ist sein Leben etwas arm an Kontakten. Sein Weltbild ist geprägt von anti-feministischen Ressentiments, Großmannsfantasien und sentimentalen Erinnerungen an eine angeblich heile Welt in der DDR. Vermischt ist dies alles mit Sehnsüchten nach einer vor-modernen Zeit, jenseits von Digitalisierung und Globalisierung.

Darauf, und auf der Liebe zu seiner Arbeit baut er auf, hyperaktiv verdeckt er seine Einsamkeit. Das funktioniert bis zu dem Augenblick, als Gallo ins „Homeoffice“ geschickt wird. Von einem Tag auf den anderen wird er so mit seiner Einsamkeit konfrontiert. Hier beginnt das Stück.

Die Festhalle in Lochau wird zu Gallos Wohnung, in der wir ihn antreffen, ein gefühltes „AQUARIUM“. Wie hinter einer Glaswand ist Gallo getrennt vom Leben, der Zuschauer ist Zeuge eines verzweifelten Hin- und Herschwimmens einer Existenz, zunehmend in seiner eigenen Gedankenarchitektur gefangen. Nur der Fernseher transportiert noch ein Stückchen Welt, die er selbstgefällig und rechthaberisch in der Einsamkeit der Wohnung kommentiert.
Die Tage sind in ihren rituellen Abläufen kaum mehr unterscheidbar. Einzig die Nacht unterbricht diese Monotonie. Träume eines andren Ichs beginnen, ein Ich der Grenzüberschreitung zwischen Mann und Frau, zwischen Ost und West, zwischen Heute und Morgen. Aus diesen erwachend sucht er Kontakt, und findet ihn in seiner Verzweiflung bei den Objekten seiner Wohnung, der Kaffeemaschine, der Lampe, dem Fernseher und Plattenspieler. Er fängt an, mit ihnen zu sprechen, gibt ihnen Namen, und vertraut ihnen seine Probleme und Sehnsüchte an.
Doch diese Harmonie hält nicht lange an, bald schon beginnt Gallo ein geheimes Netzwerk hinter den Gegenständen zu vermuten.

Zusammenarbeit

Wir bedanken uns herzlich bei allen Förder:innen, Sponsor:innen und Partner:Innen!